BUCHEMPFEHLUNGEN

Ich gebe Patienten gerne Empfehlungen für Bücher zu bestimmten Themen. Eine kleine Auswahl habe ich hier für Sie zusammengestellt. Ob als Selbsterfahrung oder Unterhaltung – Bücher bieten eine wunderbare Möglichkeit sich selbst Raum zu geben, sich zurückzuziehen und sich manchmal wirklich ernsthaft mit einem Thema zu beschäftigen. Die Liste wird von mir regelmäßig erweitert.

Jane Goodall: Little People, Big Dreams. Deutsche Ausgabe

Als sie klein war, bekam Jane einen Plüschschimpansen geschenkt, der sie überallhin begleitete. Das war der Anfang ihrer großen Tierliebe. Als sie älter wurde, flog sie ins afrikanische Tansania, um Schimpansen zu studieren und mit ihnen zu leben. Bis heute reist Jane unermüdlich um die ganze Welt, um sich für die Rechte von Tieren einzusetzen. Little People, Big Dreams erzählt von den beeindruckenden Lebensgeschichten großer Persönlichkeiten: Jede dieser Frauen, ob Künstlerin, Pilotin oder Wissenschaftlerin, hat Unvorstellbares erreicht. Dabei begann alles, als sie noch klein waren: mit großen Träumen.

Die Zukunft des Lebens

Der Evolutionsforscher Edward O. Wilson nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Ökosysteme dieser Welt. Eindringlich schildert er, wie die Menschheit im zwanzigsten Jahrhundert die Zerstörung ihrer natürlichen Umwelt vorangetrieben hat und stellt am Ende die Frage: Wie finden wir zu einer Kultur der Nachhaltigkeit, die unsere Zukunft und die unseres Planeten sichert?

Grund zur Hoffnung.

Jane Goodall ist eine der großen Forscherpersönlichkeiten unserer Zeit. Über dreißig Jahre hinweg beobachtete sie das Leben von freilebenden Schimpansen im Gombe Nationalpark in Tansania – die wahrscheinlich längste Studie von Tieren in freier Wildbahn. Ihre bahnbrechende wissenschaftliche Arbeit brachte ihr Weltruhm; ihre Erkenntnisse haben die Verhaltensforschung revolutioniert und die Einstellung des Menschen zur Natur verändert.

Umweltzerstörung und die Grausamkeit und Ungerechtigkeit in der Welt sind für Jane Goodall Anstoß zum Handeln, nicht Grund zur Resignation. „Grund zur Hoffnung“ ist Essenz und Leitmotiv ihres Lebens.

Die Botanik der Begierde

Wir Menschen sind daran gewöhnt, uns “die Erde untertan” zu machen, und die wohl geordneten Reihen optimierter Kulturpflanzen scheinen unsere Macht über die Natur besonders gut zu demonstrieren. Doch ist dies nicht nur eine Seite der Geschichte? Steht nicht eigentlich der Mensch im Dienste dieser Pflanzen, die ihn durch bestimmte Strategien dazu anhalten, für ihre Verbreitung zu sorgen?

Diese originelle These bildet den Eingang zu Michael Pollans Weltbetrachtung aus der Sicht von vier Pflanzen. So wie eine Biene die von ihr bestäubten Blumen wohl ausschließlich als Nahrungsquelle bezeichnen würde, so wähnt sich auch der Gärtner als der wahre Beherrscher seiner Schützlinge — und übersieht dabei, dass er von ihnen auf geradezu geniale Weise manipuliert wurde, bienenfleißig all sein Streben daran zu setzen, für ihre Erhaltung und Verbreitung zu sorgen.

Einbruch in die Freiheit

Das Werk des großen indischen Meisters, das unter seinen vielen Werken die größte Verbreitung fand und die nachhaltigste Wirkung erzielte. In keinem seiner Werke wird Krishamurtis Wunsch, den Menschen zu innerer Freiheit zu verhelfen, so deutlich wie in diesem Buch. Wirkliche Freiheit bedeutet, jeden Tag als etwas Neues, Unbekanntes und Vollkommenes zu erleben. So ist der direkte Weg in die Freiheit immer auch der Weg ins Leben.

Hundert Jahre Einsamkeit

Gabriel García Márquez’ bedeutendster Roman und einer der schönsten der Weltliteratur: Bildhaft und anekdotenreich erzählt García Márquez die hundertjährige Familiengeschichte der Buendias – eine Geschichte von Siegen und Niederlagen, hochmütigem Stolz und blinder Zerstörungswut, unbändiger Vitalität und ihrem endgültigem Untergang. Die ganze Tragödie Lateinamerikas spiegelt sich in der phantastischen Welt von Macondo.

Das Reich von dieser Welt

Alejo Carpentier wurde 1904 als Sohn eines französischen Architekten und einer Russin in Havanna geboren. Zweisprachig mit Französisch und Spanisch erzogen, ging er in Havanna und Paris zur Schule, studierte Architektur, Literatur und Musikwissenschaften. Er war Mitarbeiter und Herausgeber verschiedener Zeitungen und Zeitschriften, organisierte sich in der Opposition und kam 1927 wegen rebellischer Aktivitäten für ein halbes Jahr ins Gefängnis. Kurze Zeit später ging Carpentier für 11 Jahre ins Exil nach Paris, wo er als Musikkritiker, Komponist und Journalist arbeitete. Das Exil machte ihn mit aktuellen Strömungen, vor allem mit dem Surrealismus, und mit vielen spanischen und lateinamerikanischen Schriftstellern vertraut und sensibilisierte ihn für seine lateinamerikanischen Wurzeln. Die Eindrücke und Erfahrungen einer Haiti-Reise verarbeitete er in dem Roman El reino de este mundo von 1949 (dt. Das Reich von dieser Welt, 1964) über den Aufstand der Haitianer gegen die französischen Unterdrücker in Napoleonischer Zeit.

Von der Liebe und anderen Dämonen

Sierva María, die zwölfjährige Tochter des Marqués de Casalduero, wird von einem tollwütigen Hund gebissen. Obwohl sie keinerlei Symptome der grauenhaften Krankheit aufweist, unterwirft ihr Vater sie den Prozeduren der im ausgehenden 18. Jahrhundert üblichen Heil- und Hexenkünste. Der Bischof veranlaßt sogar eine Teufelsaustreibung. Doch Pater Cayetano Delaure, ihr Exorzist, verliebt sich in das schöne Mädchen. Und ihre Leidenschaft wird beiden zum Verhängnis …

Der Zauberberg.

Geplant als Novelle, als heiteres Gegenstück zum ‘Tod in Venedig’, entstand mit dem ‘Zauberberg’ einer der großen Romane der klassischen Moderne. Ein kurzer Besuch in einem Davoser Sanatorium wird für den Protagonisten Hans Castorp zu einem siebenjährigen Aufenthalt, der Kurort wird zur Bühne für die europäische Befindlichkeit vor dem Ersten Weltkrieg. Im Juli 1913 begonnen, während des Krieges durch essayistische Arbeiten, vor allem durch die ‘Betrachtungen eines Unpolitischen’, unterbrochen, konnte der Roman 1924 abgeschlossen und veröffentlicht werden.

Wie aus dem Zankapfel die Einbeere wurde

Was hat es mit den Namen unserer (Heil-)Pflanzen auf sich? Zwölf Besuchsfahrten zu Göttern und Helden des klassischen Altertums geben erstaunliche Einblicke, wie eng Heilpflanzen und ihre Namen mit der griechischen Antike verwoben sind. Dabei kommen bekannte Gestalten wie etwa der Held des Trojanischen Krieges, Achilleus, als Patron der Schafgarbe oder weniger bekannte Schauergestalten, wie die Lamia als Prototyp aller Lippenblütler zu Wort. Vor den Augen des Lesers entstehen lebendige Brücken zum tieferen Verständnis zahlreicher (Heil-)Pflanzen, wobei auch das unterhaltsame Element nicht zu kurz kommt.
Menü